Seckauer Alpen und Triebener Tauern
Österreich
2013

Kesseleck


23. 12. 2013

Stefan Arbeithuber, Bernhard Freiberger, Peter Schrammel

Wetter

wolkenlos

Bewertung

****: attraktiver Gipfel mit rassiger, leider zu kurzer Abfahrt

Wegverlauf

Koingraben, 1146m - Grafenhütte, 1571m - Kesseleck, 2308m - Koingraben

Höhenmeter

1212m

Weglänge

14km

Zeitaufwand

4 1/4h (3 1/2 + 3/4)

Kondition

E

Schwierigkeit

II-III: Rinne zum Gipfelhang 35-38° auf 100m; Abfahrt auf dem gleichmäßig 35° steilen 400 Höhenmeter Gipfelhang

Gefährlichkeit

3: steile Hänge unter dem Gipfel; Ostabfälle am Gipfelgrat

Besucheraufkommen

a

Bemerkungen

LW 1, Oberflächenreif im Schatten, Firn am Gipfelhang ab 13 Uhr

Bericht

Der Frühwinter war sehr schneearm. Der letzte Schnee ist Ende November gefallen. Seitdem taute er langsam vor sich hin. Nur Bernhard und Abi waren motiviert für eine Vorweihnachtstour bei solchen Bedingungen. Wir vereinbarten, uns um 8 Uhr am Ausgangspunkt zu treffen. Ich fuhr um 6 Uhr weg und gelangte über 4 Pässe nach Sankt Johann am Tauern. Nach der Kaiserau konnte ich einen wunderschönen Sonnenaufgang genießen. Wir fuhren hinein in den Koingraben, soweit es ging und parkten am Straßenrand. Mit angeschnallten Schiern ging es kurz nach 8 Uhr 30 bei eisigen Temperaturen los. Auf meiner alten Karte war noch ein Weg entlang des Bachs eingezeichnet. Dieser verlor sich aber bald und so kämpften wir uns durchs Unterholz. Schließlich gelangten wir wieder auf die Forststraße und folgten dieser auf zentimeterlangem Oberflächenreif hinauf zur Grafenalm. Nach den tausenden Spuren zu schließen, war die Winterfütterung dort stark frequentiert. Wir stiegen den Karboden weiter hinauf. Die Aufstiegsflanke bot uns einen traurigen, aperen Anblick, aber in den Rinnen war noch ausreichend Schnee. Plötzlich spürte ich etwas Feuchtes am Rücken. Ich nahm den Rucksack herunter und bemerkte, dass die Thermoskanne ausgelaufen war. Das war unangenehm, aber in der Sonne nicht weiter schlimm. Wir folgten der ersten Rinne westlich von der Hauptrinne hinauf. Diese wurde nach oben immer steiler, bis wir nach links hinaus auf den Rücken queren konnten. In langer Querung und letztendlich ein paar Kehren stiegen wir dem Gipfel entgegen. Vorher mussten wir aber noch eine apere Stelle queren. Gegen 12 Uhr 30 waren wir am Vorgipfel, wo wir unsere Schi ließen und zu Fuß mit Einblicken in die beeindruckenden Ostrinnen auf den Hauptgipfel stapften. Die Rundumsicht reichte von Dachstein über die Gesäuseberge, Seckauer Tauern bis nach Kärnten und in die Niederen Tauern. Kurz nach 13 Uhr nahmen wir bei immer besser werdenden Firn den genialen Gipfelhang in Angriff. Wir entschieden uns durch die Aufstiegsrinne abzufahren, da die Hauptrinne eine Engstelle hatte, die Bernhard und Abi nicht behagte. Danach fuhren wir Schuss zurück hinuter. Um 14 Uhr waren wir schon wieder beim Auto. Wir machten noch einen Kaffee- und Mehlspeisstopp beim Draxlerhaus. Vor Einbruch der Dunkelheit ging es über die 4 Pässe wieder zurück nach Amstetten.


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