Eisenerzer Alpen
Österreich
2009

Blaseneck


3. 1. 2009

Bernhard Freiberger, Georg Schreil und Peter Schrammel

Wetter

hochliegende Wolken, tw. sonnig, Tal: -10 °C, Berg: windig

Bewertung

****: sehr lohnende Tour mit tollen Abfahrten

Wegverlauf

Johnsbach Schilift, 880m - Sonntagskogel, 1856m - Blaseneck, 1969m - Johnsbach Schilift

Höhenmeter

1177m

Weglänge

10km

Zeitaufwand

4h (2 1/3 + 1/2 + 1 1/6)

Kondition

E: teilweise ganz schön mühsam!

Schwierigkeit

II-III: zum Sonntagskogel fast durchgehend enges Spitzkehrengelände (bis 35°) im Wald, Abfahrt von O ins Kar 1. Hang 35°, 2. Hang 33°

Gefährlichkeit

4: Vorsicht entlang der Abbrüche und Wächten zum Sonntagskogel!

Besucheraufkommen

b

Bemerkungen

LW 2

Bericht

Der erste Sonntag im neuen Jahr sollte nicht ganz so schön wie der Vortag werden aber doch ganz passabel. Ich traf mich mit Georg und Bernhard in Weyer und fuhr hinein nach Johnsbach. Mit "nur" -10°C war es eine Spur wärmer im Tal als am Samstag. Wir entschieden uns für die Route vom Schilift weg, wo wir um 8:40 abmarschierten. Georg zog gleich in direkter Linie entlang der Schleppspur hinauf. Nach einem kurzen Stück auf der Forststraße zur Finsterbergalm folgten wir einer bereits vorhandenen Spur eine Straße querend und dann in Spitzkehren in einem Schlag hinauf. In einer Verflachung ging's dann links durch den Fichtenwald hinauf zur nächsten Forststraße. Wir legten eine kurze Pause zur Stärkung ein, bevor wir dann in unzähligen engen Spitzkehren zwischen verschneiten Bäumen den 35° steilen Nordrücken des Sonntagskogels hinauf und zuletzt in einem Bogen um das Sonntagskar zu dessen Gipfel hin aufstiegen. Nun hatten wir auch freien Blick zum Blaseneck. Während wir über den abgewehten Rücken stapften, wurde der Wind immer stärker und plötzlich herrschten arktische Temperaturen, sodass wir sogar unsere Kapuzen aufsetzen mussten. Angetrieben durch die Kälte erreichten wir kurz vor Mittag den Gipfel des Blaseneck. Das Gedränge am Gipfel hielt sich ziemlich in Grenzen - wir schlangen nur schnell unsere Jause hinunter, rissen die Felle von den Schiern und machten uns schon wieder auf den Weg, bevor die Finger zu Eiszapfen wurden. Das Pärchen, das vor uns schon am Gipfel war, hatte die gleiche Idee wie wir über die direkte Ostflanke in das Kar einzufahren. Oben war der erste Hang eisglatt gepresst, in den unteren Zweidrittel wurde es dann immer pulvriger. Nach einer kurzen Verflachung folgte der nächste Traumpulverhang - super! Dem Bach folgend gelangten wir zu einer Forststraße und auf dieser zu einer Jagdhütte. Nach einem kurzen Gegenanstieg (ca. 15 Höhenmeter) ging's um einen ersten Riedel herum und nach kurzer Abfahrt unterhalb von einem Felsen wieder ca. 10m Anstieg zurück zur Aufstiegsspur. Entlang dieser fuhren wir dann den Schlag hinunter ab und über die Finsterbergalm wieder zurück zum Auto. Nach deftigem Mittagessen in Weyer war ich um 16:45 wieder in Amstetten.


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