Losensteiner Voralpen
Österreich
2007

Schieferstein


29. 9. 2007

Peter Schrammel

Wetter

wolkenlos, extrem klar

Bewertung

*****: äußerst anregende Tour auf den schönsten Berg zwischen Buchstein, Ötscher und Priel

Wegverlauf

Losenstein/Hackerbauer, 531m, Steinerner Jäger, 1185m, Schieferstein, 1206m, Hackerbauer, 531m

Höhenmeter

837m

Weglänge

9km

Zeitaufwand

3 1/4h (2 1/4 + 1)

Kondition

D: Die kleinen Gegenanstiege am Grat sind nicht zu unterschätzen!

Schwierigkeit

0+/A: kleine Stufen am Grat 0+, Abstecher zum Aussichtsplatzl auf der Südseite des Pfenningsteins A, Steinerner Jäger A

Gefährlichkeit

5: Waldgrat durchwegs oft nur 1-2m breit 4-5, viele unvermutete, durch Bewuchs versteckte Steilabstürze: Vorsicht mit Kindern!!!, Abstecher Pfenningstein 5, Steinerner Jäger 5, Gipfelbereiche!!!

Besucheraufkommen

c: gegen Mittag beginnt der Ansturm!

Bericht

Spät entschlossen, dass das Wetter traumhaft werden sollte, fuhr ich um 6:30 über Haag und Steyr nach Losenstein, wo ich am beschilderten Parkplatz beim Hackerbauer um 7:30 loswanderte: Ganz langsam, denn ich war die Woche davor nicht ganz fit gewesen, ging's über eine mit Herbstzeitlosen übersäte, zart betaute Wiese unter den Hackermauern. Zu einem Abstecher zum Pfenningstein, einen mit senkrechten Wänden aufragenden Stockzahn mitten in der bewaldeten Südflanke des Schieferstein, ließ ich mich überreden. Der Weg führt von Osten herum auf die Südseite des Felsturms (Drahtseil, ausgesetzt). Von hier boten sich mir unmittelbare Tiefblicke auf die türkisgrau mäandernde Enns; darüber hingen noch ein paar dünne Nebelfetzen. Der weitere Aufstieg führt über den teilweise ganz schön schmalen Waldgrat, meist direkt auf der Schneide, manchmal den Grattürmen südseitig ausweichend. Dabei werden einem schon einige zusätzliche Höhenmeter aufgebrummt; außerdem ist die Konzentration stets gefordert. Nach der Vereinigung mit den anderen Aufstiegswegen gelangt man ins Freie: Der Blick öffnet sich nach Süden und Westen von Buchstein über Reichenstein, Warscheneck bis Priel und Traunstein; in der Ferne ist auch noch das Höllengebirge wahrnehmbar. Das Gipfelkreuz des Steinernen Jägers mit seinen 150m hohen teils überhängenden Wänden ist leicht erreichbar - in der beinahe luftigen Schlüsselstelle ist ein Eisenbügel eingebaut. Gegen Norden reicht hier der Blick bis zum Böhmerwald. Das letzte Stück bis zum winzigen Schieferstein-Gipfelkreuz auf dem Grat ist nun so gut wie eben. Der Blick nach Süden ist hier durchgehend frei, Fernsicht nach Osten bis Ötscher und Hochschwab. Nach einem kurzen Mittagsschläfchen in der warmen Herbstsonne, die kräftig in die Steilabfälle brannte, trat ich den Abstieg über den nordseitigen Weg an. Dieser ist gut beschildert, nur im unteren Bereich wird's auf einer Alm relativ gatschig. Um 12:15 war ich wieder in Amstetten. Alles in allem einer der genialsten Berge unter der Enns!


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