Ennstaler Alpen
Österreich
2006

Kl. Pyhrgas


18. 8. 2006

Rajarshi Ghosh, Peter Schrammel

Wetter

fast wolkenlos

Bewertung

***: Schöner und beinahe harmloser Zweitausender in den Haller Mauern

Wegverlauf

Oberweng, 880m, Gowilalm, 1375m, Kl. Pyhrgas, 2023m, Gowilalm, 1375m, Oberweng, 880m

Höhenmeter

1173m

Weglänge

9km

Zeitaufwand

3 1/2h (1 + 1 1/4 + 3/4 + 1/2)

Kondition

E

Schwierigkeit

0+: eine größere Felsstufe nach der Gowilalm, leichte Kraxeleien zur flachen Wiese unterhalb des Gipfels

Gefährlichkeit

4: nur im oberen Drittel steile, felsdurchsetzte Wiesen

Besucheraufkommen

e: Anstellen zum Gipfelfoto

Bemerkungen

Vorsicht im oberen Drittel: sehr viele lose Steine am Serpentinenweg und in den Latschengassen!

Bericht

Für die erste Tour mit Raji heuer, dachte ich mir, wäre der Kl. Pyhrgas genau das richtige. So holte ich ihn gegen 6:30 ab, und kurz vor 8 Uhr brachten wir von den großzügigen, aber dennoch immer zu wenigen Parkplätzen in Oberweng auf, zunächst eine Schotterstraße dann steiler einen Fahrweg hinauf; weiter dann die Forststraße einige Male querend und einen von der Straße vollkommen eingenommenen Waldgrat hinauf, von dem aus man einen Blick zum Bosruck im Süden hat. Zuletzt geht es nach links über den groben Kiesweg zur Gowilalm, von wo wir einen Überblick über das Windischgarstener Becken hatten und dem Warscheneck direkt gegenüberstanden. Bis zum oberen Rand der Alm hatten wir schon einige Gruppen eingeholt und uns auch schon einige überholt, die an diesem Tag noch mehr vorhatten. In den Latschen steigt man immer steiler stets zum großen Pyhrgas aufblickend und immer wieder kurze leichte, aber leicht rutschige Kraxeleien überwindend bis auf eine etwas flachere Wiese unterhalb des Gipfels hinauf. Nachdem wir diese gequert hatten, fehlte uns nur noch einige letzte Steilstufe zum Gipfelkreuz. Noch vor 10:30 waren wir oben, wo kaum ein windgeschützes Plätzchen zu finden war. Beim Jausnen war mir richtig eisig kalt in den Fingern. Der tolle Blick in die Tauern und auf das Tote Gebirge, die Voralpenberge und den Hauptkamm der Haller Mauern wärmte jedoch von innen. Allerdings zogen nach und nach von Südwesten her wie angekündigt immer mehr Wolken auf. Zahlreiche Bersteiger waren weitergegangen Richtung Großen Pyhrgas, dessen zackiger Grat unser Interesse geweckt hatte. Nach einer Stunde machten wir uns wieder an den Rückweg, der nach mehrfachem "Häuten", da es nach unten hin immer stickiger und schwüler wurde, um 13:10 wieder beim Auto endete.


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