Dachsteingebirge
Österreich
2005

Ausseer Zinken


9. 8. 2005

Elfriede, Otto und Peter Schrammel

Wetter

schön, immer bewölkter, Nieseln

Bewertung

***: harte Tour mit herrlichen Weit- und Tiefblicken

Wegverlauf

Bad Aussee, 639m, Ausseer Zinken, 1854m, Bad Aussee, 639m

Höhenmeter

1354m

Weglänge

14km

Zeitaufwand

5 3/4h (3 1/4 + 2 1/2)

Kondition

F: langwierige Angelegenheit auf mühsamen Wegen

Schwierigkeit

0: unschwierig

Gefährlichkeit

4: Aufstieg <3; Abstieg kürzere Passagen 4; Gipfelbereiche

Besucheraufkommen

b: keine Massen, aber dennoch einige wenige

Bericht

Dieser - oberflächlich betrachtet - unscheinbare Berg über Bad Aussee stand schon seit einigen Jahren auf der Planungsliste, wurde aber, weil die Tour nicht gerade die kürzeste zu sein schien, immer wieder in die dann nicht stattfindende Spätsaison verschoben. Wir parkten am Bahnhof von Bad Aussee, von wo wir um 7:45 abmarschierten; zuerst die Koppenstraße 300m aufwärts und dann ganz neu markiert eine Forststraße, später einen Fahrweg stets nach Westen folgend. Die Abzweigung nach Süden ist etwas unvermittelt und sollte man nicht versäumen. Der Weg geht dann steil entlang des Plangrabens aufwärts, größtenteils über einen Schlag, von welchen man einen schönen Blick Richtung Sarstein genießen kann. Nachdem man den Schlag am oberen Ende gequert hat, geht es weiter Richtung Südwesten den Hang und einige Gräben querend, später aufwärts immer mehr mit Fels durchsetzt unterhalb einer Mauer vorbei, dann freier werdend - die Lärchen werden nach und nach von Latschen abgelöst. Zuletzt erreicht man das Hochplateau, von wo man schon das Gipfelkreuz sieht, sich aber noch lange nicht auf dem Gipfel wähnen darf. Es geht weiter über eine Karstlandschaft in weitem Bogen nach Süden mit einem wunderbarer Ausblick Richtung Dachstein, Kammergebirge und über die Hochfläche Am Stein. Erst gegen 11:30 erreichten wir von Süden her den Gipfel mit einem riesigen Holzkreuz. Die Fernsicht reichte vom Schafberg über das Ausseer Land, Grimming, Niedere Tauern, Dachstein bis zum Hochkönig, Tennengebirge und natürlich dem nahen Sarstein. Während wir die jausneten, begann sich der Himmel allmählich zu bedecken. Um 13 Uhr brachen wir auf und wanderten in weitem Bogen auf und ab zur Handleralm mit ihren unzählichen kleinen Hüttchen. Über einen Sattel führt der überaus steile und mühsame Weg abwärts, oft feucht und rutschig - nicht gerade der optimal für Mama, die ihre neuen Bergschuhe ausprobierte. Weiter unten kommt dann eine kurze etwas ausgesetze Querung, bevor es über einen Waldriedel hinunter bis zu einer Forststraße geht. Dieser folgt man 50m nach links und dann wieder in den Wald hinunter und ziemlich direkt weiter, bis man wieder auf die Forststraße trifft. Hier geht es gerade drüber und nach der Querung eines Bachs zieht es sich noch ziemlich oberhalb der Traun entlang Richtung Westen. Zuletzt mussten wir noch ein Stück auf Straße zurück zum Bahnhof, wo uns einige Tropfen noch erwischten. Gegen 16 Uhr fuhren wir wieder zurück zum Attersee.


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