Hochschwabgebirge
Österreich
2004

Pfaffenstein


18. 9. 2004

Peter Schrammel und Georg Schreil

Wetter

schön, z.T. Nebel im Tal und schnell ziehende Wolkenfetzen

Bewertung

****: netter, exponierter Gipfel mit zwei kurzen, leichten Klettersteigen

Wegverlauf

Eisenerz, 805m, Pfaffenstein, 1871m, Eisenerz, 805m

Höhenmeter

1138m

Weglänge

8km

Zeitaufwand

3h (1 3/4 + 1 1/4) (Es ist September!!!)

Kondition

E: nicht immer geht's so leicht wie an jenem Tag

Schwierigkeit

B, I-: Südwandsteig B, I-: Richtung Schlucht zunächst kurze Stufen I-, in der tw. breiten Schlucht Seile, Geländerbügel (als Kletterei bis I+), nur wenig brüchig, eine kurze Leiter (überbrückt eine ca. 2m hohe Steilstufe), weiter zum Gipfel kleine Stufen 0+; Markussteig A-B, 0+: quert schräg durch eine tw. brüchige Felswand, Seile, Geländerbügel, eine Stiege; Sicherungseinrichtungen bei beiden Steigen in recht gutem Zustand

Gefährlichkeit

5: Südwandsteig: Steilwiesen 4, Querung in den Kamin 5; Abstieg Richtung Markussteig eine Steilwiese 3, Markussteig: im Bereich des Klettersteiges 5, weiterer Abstieg tw. 3, Gipfelbereich

Besucheraufkommen

b: Frühmorgens ist man mit den Gämsen fast allein.

Bericht

Kurz vor 7:30 brachen wir vom Parkplatz oberhalb von Eisenerz auf. Nachdem wir eine Gruppe überholt hatten, stachen wir mit leichtem Rucksack steil durch den Wald und weiter über ein zuwachsendes Schuttfeld aufwärts bis unter die Mäuer des Pfaffensteins. In Kehren quert man weiter nach Osten, allmählich beginnt leichte Kletterei. Einige Gämsen konnten wir noch beobachten, wie sie sich in der Morgensonne wärmten. Über eine ziemlich ausgesetzte Querung gelangt man in eine Schlucht, in der es mit teilweise schöner Kletterei, aber auch hin und wieder etwas brüchig aufwärts geht. Nach einer nicht ganz einfachen Felsstufe wird eine zweite mit einer kurzen Leiter überwunden. Der Weg quert dann nach links und über der Schlucht auf dem Wiesenhang aufwärts auf ein kleines Hochplateau weiter östlich. Am höchsten Latschengipfel wandert man südlich vorbei, über den zweithöchsten drüber und nach einem letzten Köpfchen zum niedrigeren Punkt mit Gipfelkreuz. War es beim Aufstieg noch fast wolkenlos gewesen, so hatten nun viele Gipfel eine Haube aufgesetzt, die vom lebhaften Wind aber nach und nach wieder vertrieben wurde. Das Panorama reicht vom Gesäuse über Gamsstein, Dürrenstein, westliches Hochschwabgebiet, über den Präbichl, hinter dem sich ein Nebelmeer staute, die Eisenerzer Alpen bis zu den Seckauer Tauern und natürlich hinunter auf die Terrassen des Erzberges und Eisenerz. Alles, was wir an Gewand im Rucksack hatten, wurde angezogen, Haube, Handschuhe, dicker Pullover und Jacke. Nach Jause und Eintragung in das weiter westlich abseits platzierte Gipfelbuch, ging es um 10:20 Uhr wieder ziemlich feucht und glitischig zwischen den Latschen hinunter und weiter über den Markussteig, der eigentlich nur eine kurze schräge Querung mit einer aus der Ferne etwas grotesk in der Felswand hängenden Stiege ist. Zuletzt führte uns der Weg weiter steil und oft relativ nass zurück zum Parkplatz, wo wir um 11:40 ankamen.


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