Schladminger Tauern
Österreich
2003

Gr. Knallstein


2. 8. 2003

Peter Schrammel und Rajarshi Ghosh

Wetter

heiter bis leicht bewölkt

Bewertung

****: außergewöhnliche und vielfältige Route über den Steinkarlgrat auf einen aussichtsreichen Gipfel in den Schladminger Tauern

Wegverlauf

St. Nikolai im Sölktal, 1127m, Kaltherberghütte, 1608m, Steinkarlscharte, 1954m, Gr. Knallstein, 2599m, Kaltherberghütte, 1608m, St. Nikolai im Sölktal, 1127m

Höhenmeter

1534m

Weglänge

18km

Zeitaufwand

6 3/4h (1 1/4 + 3/4 + 2 1/2 + 1 1/2 + 3/4)

Kondition

G

Schwierigkeit

I: auf der von mir gewählten Route nur eine Steilstufe zu Beginn und drei Stellen im Gipfelaufschwung (siehe Bericht), vielfältigste Möglichkeiten in unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden am Grat, Normalweg eine Felsplatte 0+

Gefährlichkeit

5: einige Stellen zu Beginn des Grates, sonst durchwegs 4, Normalweg nicht einmal 3, Gipfelbereiche

Besucheraufkommen

c: Normalweg trotz Sonntag eigentlich sehr angenehm

Bericht

Nach zweistündiger Fahrt brachen wir von St. Nikolai im Sölktal um 7 Uhr auf; zunächst auf einer Forststraße, dann auf einem schönen, einmal durch Forstarbeiten unterbrochenen Waldweg hinauf zu einer Alm mit zwei Hütten, von wo wir uns den Weg zur oberen Hütte weiterdenkend ins rechte, leicht nach links gebogene Tal wandten. Zwischen Kühen, Schlammlöchern und Preiselbeeren verlor sich manchmal der Weg; das letztes Stück hinauf zur Steinkarlscharte ist er allerdings von weitem sichtbar. Die erste Steilstufe bewältigten wir über ein schmales, ansteigendes Wiesenband, eine kurze Querung nach links, dann steil über eine Wiese, zweimal Felsplatten überwindend aufwärts und zuletzt in einer wiesengefüllten Felsrinne aufwärts. Was mir nicht wirklich Schwierigkeiten bereitete, zehrte bei Raji etwas an den Kräften. Weiter ging es flacher über eine Wiese und über Blöcke an spitzen Felszacken auf der Nordseite vorbei. Danach wird der Grat schmäler und der Blick nach Süden hinunter zu den Klafterseen öffnet sich. Die nächsten Meter überwanden wir direkt auf der schmalen Gratschneide. Dann wählten wir aber den leichteren Weg auf einem schmalen Wiesenband der durchaus überkletterbaren Gratschneide nördlich ausweichend und weiter über eine mit lockeren Steinen durchsetzte Wiese dem Fuß der zweiten 45 Grad steilen Hälfte entgegen. Stets auf der Nordseite ging es über zwei felsige schön zu durchkletternde Steilstufen, dazwischen wieder auf Gamssteigen in der Steilweise und später entlang eines markanten, pyramidenförmigen, "glattwandigen" Gneisblockes aufwärts; das letzte Stück auf einer Wiese immer flacher werdend zum Gipfel. Da leider schon leichte Wolken aufgezogen waren, war die Sicht etwas getrübt, anderersetits hatte es angenehme Temperaturen in der Sonne. Um 14 Uhr 15 nahmen wir den Abstieg in Angriff; zunächst steil in Serpentinen abwärts, an den oberen Seen vorbei mit einer kurzen Pause am idyllisch gelegenen Unteren Klaftersee und nach einem weiteren Steilhang hinunter zur Alm den Aufstiegsweg zurück nach St. Nikolai, wo gerade ein Zeltfest im Gange war. Nach 17 Uhr fuhren wir heimwärts mit einigen Fotostopps und Abendessen bei meinen Großeltern.


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